Oedenberger Weg im Winter

 
 
 

Bachlaufprojekt

2005 - 2009
Planung...

5. Juni 2009:
Heute haben wir uns durchgerungen das Projekt tatsächlich zu starten. Nachdem wir Jahre zuvor darüber diskutiert haben ob wir eine Teichschale oder einen Folienteich realisieren wollen.

Folgende Arbeiten standen heute dann auch gleich auf dem Programm:
- Teich leeren – Wasser im Graten verteilen
- Gitter wieder drauf
- Goldahorn ausgraben und in den Bauerngarten setzen
- Roten Schlitzahorn ausgraben und in den Bauerngarten setzen
- Zwergkiefer ausgraben und in den Bauerngarten setzen
-Einbringen der Wurzelsperre für den Bambus und entfernen der Bäume um den alten Teich.

Die Bilder wurden noch heute Morgen (vor dem Gang zum Fachhändler) aufgenommen - es wird eine weile dauern bis alles wieder schön eingewachsen ist...
 

6. Juni 2009
Heute haben wir eine Wurzelsperre für den Bambus eingezogen. Dazu wurde entlang des Randes vom Bambus ca. 50 cm entfernt von den ersten Sprossen ein Graben ca. 50 cm tief ausgegraben. Anfangs ungefähr eine Spatenbreite tief danach mit dem Pickel noch bis zur endgültigen Tiefe.
Diese Arbeit war recht schwer, da man immer vornübergebeugt arbeitet und der Graben auch zu schmal war um unten stehen zu können. Da unsere Grabschaufel zu breit war mussten wir den Spaten verwenden, was natürlich auch viel Zeit gekostet hat. Später haben wir dann die Sandschaufeln aus dem Sandkasten verwendet – das ging besser.
Die Sperre wurde uns nahegelegt da der Bambus, obwohl er keine ausladende Sprossen bildet sein Wurzelwerk wohl gern nahe einer Feuchten Teichfolie bildet und außerdem hat er wohl sehr spitze Wurzeln. Beim aufgraben haben wir festgestellt, dass der Bambus sich bereits sehr weit unter die Wiese ausgebreitet hatte. Wir mussten sogar sehr viele Wurzeln kappen um die Sperre verlegen zu können – hoffentlich überlebt er das.
Nachdem die Sperre dann reingestellt wurde haben wir das Material wieder verfüllt. Zum Glück hatte ich noch einen Rest Wasser im Teich gelassen, das haben wir jetzt verwendet um die Erde wieder einzuschlämmen und außerdem um den Bambus zu Wässern. Thomas hat beim wasserschöpfen geholfen indem er in der Teich geklettert war – dort waren noch ein paar Steine auf welchen die Wasserfontäne stand. Wir entdeckten einige seltsame Tiere (Insekten den sie hatten 6 Beine) ungefähr 6cm lang – sie sahen etwas aus wie kleine Skorpione.
Zum Schluss haben wir noch den Gartenschlauch geholt um den Umriss auszulegen und angefangen die Steine, die ursprünglich lose abgeladen wurden und mittlerweile sehr überwachsen waren in die Schubkarre einzuladen, die würden dann beim Graben stören.
Bei der Planung am Abend hatte Thomas noch eine gute Idee. Den Teich wie ein Seerosenblatt zu gestalten – mit Brücke.
 

7. Juni:
Heute ist Sonntag und eigentlich kein Tag zum arbeiten. Da wir aber fertig werden müssen haben wir schon mal angefangen die Umrisse auszustechen, dann die dort wachsende Grasnarbe zu entfernen und schon mal etwas mit der Modellierung der oberen Ebenen zu beginnen. Den Aushub haben wir erst mal auf der Wiese zwischengelagert ist ja guter Mutterboden. Heute haben wir nicht zu lange gearbeitet es hat ja auch immer wieder zwischendurch geregnet. Aber die grobe Form des Teichs steht erst mal fest. Ein paar Schubkarren mit Aushub den wir entsorgen müssen haben wir auf Norberts Anhänger geschoben. Dazu hat Gerlinde immer darauf geachtet – und den Wagen gehalten, dass er nicht nach hinten kippt und ich habe über eine Rampe aus einer Schaltafel den Schubkarren auf den Wagen gefahren.

8. Juni:
Heute sind die Kinder erst mal nicht da – Thomas ist im Kinderhort und Markus im Kindergarten. Thomas geht immer gerne in den Hort zu den anderen Kindern und heute gehen sie auch ins Erfahrungsfeld der Sinne. Markus wollte mal wieder nicht in den Kindergarten er ist jetzt verwöhnt weil er die Mama – er nennt sie immer Mimi die ganze Zeit hatte und das hat ihm wohl gut gefallen.
Die erste Aktion heute war das Ausmessen des Teichs um Material kaufen zu können. Wir haben noch etwas Material dazugeben, da wir den Teich noch tiefer machen wollten. Also haben wir eine Rolle Uferbefestigung gekauft incl. Der zugehörige Pflöcke – alles Recyclingware. Dann die Teichfolie und einen Schlauch für die Pumpe, damit wir auch bald mit dem Bachlauf anfangen können . Pumpe und Filter hatten wir ja schon.
Dann haben wir – nach zwei Leberkäsesemmeln mit der Uferbefestigung angefangen. Wir haben die Befestigung gleich an die Pfähle geschraubt und dann versucht die Pfähle mitsamt Befestigung in den weichen Boden zu rammen. Da die Befestigung aber recht starr ist hat das so nicht funktioniert. Also alle Schrauben nochmal lösen und dann die Pfosten einzeln einschlagen und danach erst den Rand an die Pfosten schrauben. Wir haben an der tiefsten Stelle angefangen und uns dann mit Richtlatten und Wasserwage um den Teich gearbeitet. Als das dann fertig war, sah das ganze schon recht gut aus.
Danach ging es ans Graben und Modellieren. Da wir eine Tiefe von ca. 1 m wollen (um später vielleicht mal Goldfische - Markus freut sich schon darauf am meisten; jeden Tag kommt er und fragt ob die Fische schon drin sind - einsetzen zu können) war noch einiges in die Tiefe zu graben. Da wir leider ums Haus mit sogenanntem Verdichtungsmaterial (vulgo Bauschutt) ausfüllen lassen haben war auflockern mit Pickel angesagt und danach kam erst die Schaufel dran. Unterdessen modellierte Gerlinde schon mal die oberen Becken, den Bereich für die Trittsteine etc.
Als nächstes haben wir eine Lage dicke Wurzelsperre eingezogen (wegen des Bauschutts) damit die teure Folie nicht beschädigt wird. Danach die dünne zum Kautschuk passende Sperre und immer schön darauf geachtet keine Steine reinzubekommen. Da wir ein fast 3 jähriges Kind haben, welches wenig Rücksicht nimmt musste mit dem Staubsauger nachgearbeitet werden.
Jetzt haben wir noch Sascha und Monika zu Hilfe geholt um die Folie einzulegen.
Als letzter Schritt kommt dann noch das Wasser. 2,3 m³ haben wir bis zur Oberkannte gebraucht.

9. Juni:
Jetzt kommt der Bachlauf dran, der eigentliche Grund warum, dieses Projekt überhaupt angefangen hat. Als erstes fangen wir mit der Bauchlaufschale an in der vom Teich bereits bewährten Technik mit dem harten Rand. Allerdings sind wir uns nicht klar wie wir das Wasser in den Teich laufen lassen wollen. Gerlinde schlägt vor einen Stein zu verwenden über welches das Wasser dann in den Teich läuft. Der ist aber schwer einzubauen und das Wasser bricht auch nicht sehr schön über die Kante. Wir entschließen uns erst mal das Teichbecken weiterzubauen – allerdings hält sich unsere Laune in Grenzen, da es den ganzen Vormittag regnet. Wir bauen also wieder einen Ring den wir aber mehrfach versetzten, da wir uns über die Größe nicht einig sind. Als wir dann soweit fertig sind ist dann auch schon Mittagszeit und Gerlinde holt wieder gesunde Glyx Leberkäsesemmeln, da es leider in Heroldsberg keine Döner mehr gibt, und die leckere Glyx Weißwurst gibt es bei unserem Metzger leider erst am Mittwoch.
- Basteln am Ablauf mit Granitsteinen
- Gerlinde ist es zu laut
- Einbau von Ufermatte (an mehreren Stellen) es suppt aber raus
- Einbau von Bauchlauffolie

10. Juni:
Bevor wir uns noch richtig in die Arbeit stürzen können müssen wir die Erde aus der untersten Schicht abfahren, da unser Verdichtungsmaterial große Mengen an Bauschutt enthält. Unser Nachbar hat uns freundlicherweise seinen Hänger geliehen, den wir mittlerweile auch vollgefüllt haben. Nun fährt er uns auch noch zum Recyclinghof (unser Auto hat leider keine Anhängerkupplung) wo wir den Aushub dann auch entsorgen.

Oberes Bachlaufbecken
Heute haben wir ein geteiltes Programm. Gerlinde baut das obere Becken und einen kurzen Bachlauf zum unteren Becken. Alles wieder in der bewährten Technik, allerdings muss Gerlinde zusätzlich eine Menge Erde bewegen, einerseits hatten wir Erde genau dort aufgeschüttet wo das obere Becken hin soll. Den Ring für das obere Becken hat Gerlinde relativ schnell fertiggestellt schwieriger wird wie auch beim unteren Becken der Bachlauf. Einerseits soll er ja nicht leerlaufen andererseits soll es ja auch ein Bachlauf sein wo Wasser plätschert. Gerlinde baut erst einen Unterbau wo sie mit Granitsteinen und kies ein Bett vorbereitet. Als sie es dann ausprobiert stellen wir fest, dass der Bachlauf doch leerläuft, also muss sie den Unterbau dann doch nochmal ändern. Zum Glück ist heute das Wetter sehr schön – die Sonne scheint es ist aber doch nur ca. 20 Grad, was für die Arbeit optimal ist.

Schutzgitter
Während dessen bearbeite ich die Doppelstabmatten indem ich erst mal die Form anzeichne. Dazu kommen die Matten auf den Teich unterlegt mit dicker Wurzelsperre damit wir kein Loch in die Folie bekommen. Danach flexe ich die Stabmatten zurecht. Diesmal mit Schutzbrille, Handschuhen und einem Pulli – letztes mal war ein Funke auf meine Brille geraten – zum Glück nicht ins Auge und diesen Splitter hat man Jahre noch im Glas gesehen. Nach dem trenne bearbeite ich jede Stelle mit der Feile nach um keine scharfen Kanten zu haben.
Parallel hat Gerlinde noch im Internet gesucht und einen Händler gefunden der Plastikkappen vertreibt. Bei diesem Händler fährt Gerlinde vorbei und holt noch eine Anzahl Kappen.
Zum Mittagessen gab’s heute Schinkenbrot, allerdings habe ich dann am Abend noch eine Currywurst bekommen. Die Kinder waren heute wieder sehr lieb die Woche haben sie leider nicht viel von Mama und Papa – allerdings waren wir das lange Wochenende zuvor über Pfingsten mit ihnen weggefahren.

11. Juni 2009
Steine am Rand

Heute ist wieder ein Tag an dem es einige Male regnet. Da außerdem Feiertag ist kommt nicht so die richtige Lust auf. Gelinde ist wie immer vorbildlich als erste draußen und fängt mit der Umrandung an. Peter versucht parallel rauszukriegen wie das mit dem Filter genau funktioniert. Nachdem Peter die Anleitung zwar gelesen hat ,weiß er immer noch nicht ob der Filter wirklich 24h laufen muss – ihm ist aber ungefähr klar wo er stehen soll und wie er stehen soll. Das ist aber heute noch nicht auf dem Programm, außer dass Gerlinde schon mal eine Betonplatte hinlegt wo er stehen soll.
Unterdessen bauen wir die Steine schon mal am Rand ein, damit der Bachlauf seine Form behält und außerdem damit die Folie am Rand erst mal verschwindet. Das mit den Steinen ist echte Knochenarbeit und es geht nicht ohne leicht gequetschte Finger ab. Am Abend sind wir beide ziemlich kaputt und beschließen, dass das Projekt morgen erst mal seinen Abschluss finden muss. Es ist zwar klar dass in den nächsten Wochen immer mal etwas weitergearbeitet werden muss, aber nicht mehr in diesem Ausmaß.
Zum Mittagessen gab’s Pizza und beide Kinder waren sehr lieb, deshalb habe ich mit Thomas eine Stunde Wii gespielt, bevor es ins Bett ging. Markus hat an der LEGO DUPLO Eisenbahn weitergebaut.
 

12. Juni:
Langsam geht uns die Lust aus. Und ein schlechtes Gewissen, weil die Kinder immer alleine spielen haben wir obendrein. Deswegen fangen wir wie gestern erst um 10:30 Uhr an, um noch mit den Kindern spielen zu können.

Schutzgitter fertigstellen
Heute hat Peter an einem Schutzgitter nochmals etwas weggeflext und die Enden nach dem Entgraten mit 128 Schutzkappen versehen. Endlich liegen die Gitter in der richtigen Position und sind fertig. Auch durch Thomas seine ständige Fragerei während des Auflegens - es gab etwas Probleme mit der Ausrichtung - lies sich Peter nicht aus der Ruhe bringen. Es ist nun leider so, dass Markus plötzlich mehrfach "Halt die Klappe" sagte.

Trittsteine
Im und vor dem Teich liegen nun Trittsteine, die von Thomas schon ausgiebig genutzt werden. Es macht ihm Spaß auf sie herauf- und herabzuspringen.

Uferumrandung und untere Kaskade
Wieder steht die Uferumrandung auf dem Programm. Eigentlich war das Ziel das heute fertig zu stellen. Jedoch sind wir nur um den Teich und links und rechts zum Bachlauf hochgekommen. Des weiteren haben wir den unteren Bachlauf mit Steinen versehen. Es sieht schon ziemlich gut aus.

Thomas war heute wieder sehr lieb und hat viel mit Markus gespielt und am Bach mit gebaut. Er hat Steine geholt und eine Quelle an der Oberen Bachlaufschale gebaut. Markus wollte heute viel Aufmerksamkeit und die meiste Zeit war einer von uns mit ihm beschäftigt. Wir sind ihm auch gar nicht böse, dass er schon um 18 Uhr eingeschlafen ist. - hoffentlich wird's eine ruhige Nacht - Gute Nacht.
Der "Arbeitstag" war für die Kinder wirklich sehr
anstrengend...
  
13. Juni
Hurra - Markus ist schon um 4 Uhr in der Früh wach und hält Gerlinde auf Trab - vielen Dank Du Goldstück !

Beim ersten Fotoshooting heute morgen ist Markus gleich mal in den Teich gefallen. Zum Glück haben wir das Schutzgitter drauf und es hat sogar gehalten !

Vorläufige Fertigstellung des Bachlaufs
Heute wird die Umrandung des Bachlaufs vollendet und als vorläufig fertig erklärt. Der Filter wurde installiert und Thomas hat eine Quelle gebaut.

Besiedelung mit Tieren
Thomas hat heute Wasserläufer aus der alten Teichschale in den Teich umgesiedelt. Der Wasserläufer hat gleich versucht von der Ufermatte zu knabbern - es hat ihm allen Anschein nach nicht geschmeckt. Des weiteren wurde das "alte Snil" wieder zu Wasser gelassen.

Ansonsten:
Mit dem Hochdruckreiniger haben wir die Steine gereinigt damit sie schön glänzen, falls Ihr uns mal besuchen kommt. Was auch noch erwähnenswert ist und nichts mit dem Teich zu tun hat uns aber trotzdem viel auf Trab gehalten hat und nur fürs Protokoll : Markus ist diese Woche fast trocken geworden ! Er trägt tagsüber keine Windel mehr. Ich muss nicht ausdrücklich erwähnen wie viel zusätzliche Ladungen Wäsche ich diese Woche gewaschen und getrocknet habe zumal wir vorgestern vor lauter Müdigkeit vergessen hatten, dem Markus nachts eine Windel anzuziehen... Nebenbei hat Peter heute noch den Service Pack 2 und den Internet Explorer 8 installiert.
Und für meinen Papi: Die Steine haben doch fast gereicht ! Nicht desto Trotz werden wir beim nächsten Besuch am Bodensee einen Abstecher zur Kiesgrube machen.

Noch ein wichtiger Kommentar zum Schluß:
Eigentlich hat Gerlinde heute mehr gearbeitet als Peter - nur Peter hat heute fast keine Fotos gemacht  - außer da wo sie mit Markus ein Eis gegessen hat.